POSITIONEN ZUR REALSCHULE PLUS
Schulpolitik
Seit der ersten PISA-Studie sind einige Jahre vergangen. Zahlreiche bundes- und auch landesweite Aktivitäten wurden zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Schulsystems in Angriff genommen. Auf den Weg gebracht wurden seitdem insbesondere die Einführung nationaler Bildungsstandards, die für verschiedene Schulformen, Fächer und Klassenstufen in den nächsten Jahren noch ausgebaut und weiterentwickelt werden sollen.
In Rheinland-Pfalz wurde 2003 die Reform der Berufsbildenden Schulen verabschiedet. Seit 2007/2008 hat die Landesregierung zudem die Reform im allgemein bildenden Schulbereich mit der Einführung der Realschule plus auf den Weg gebracht. Es ist vorgesehen, die Realschule plus neben dem Gymnasium und der Integrierten Gesamtschule als dritte Schulform zu etablieren. Das Modell der Realschule sieht alternativ eine integrative und kooperative Schulform vor sowie darüber hinaus an einigen Standorten zusätzlich eine zweijährige Fachoberschule, deren erfolgreicher Abschluss zur Fachhochschulreife führt. Mit dieser neuen Schulform will Rheinland-Pfalz der demografischen Entwicklung einem veränderten Bildungsverhalten und insbesondere der schwindenden Akzeptanz der Hauptschule Rechnung tragen.
Die IHKs in Rheinland-Pfalz haben diese Entwicklungen zum Anlass genommen und ihr schulpolitisches Papier von 2003 fortgeschrieben. Mit der Aktualisierung haben die IHKs ihre Position zu vielen Fragen der Schulpolitik sowie zur neuen Schulform Realschule plus bestimmt.