Wirtschaftsminister Hendrik Hering will sich für Mittelrheinquerung einsetzen (27. April 2007)
PRESSEMITTEILUNG
Aus der IHK-Vollversammlung
IHK-Präsident Manfred Sattler begrüßte in der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz Wirtschaftsminister Hendrik Hering.
Sattler betonte die Bedeutung infrastruktureller Projekte für die Region, wie die Entwicklung um den Flughafen Hahn, das FOC Montabaur, die BUGA 2011 und den Bau einer Mittelrheinbrücke, den die IHK Koblenz schon seit Jahren fordert.
Auch im Namen aller Unternehmer mahnte Sattler eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der mittelständischen Wirtschaft beim Landesentwicklungsprogramm LEP IV an. Die Arbeitsgemeinschaft der vier rheinland-pfälzischen IHKs hat hierzu eine Stellungnahme verfasst, die der Landesregierung jetzt vorgelegt wird. „Wir haben in den regionalen Beiräten mit unseren gewählten Unternehmern an dieser Stellungnahme mitgewirkt – es steckt also Unternehmerblut darin!“ Auf Bundesebene seien noch einige Korrekturen bei der Unternehmenssteuerreform notwendig.
Hendrik Hering kündigte an, die Finanzierungsbasis gerade für den Mittelstand verbessern zu wollen und bezog in Sachen Infrastruktur deutlich Stellung: „Ich weiß, dass der IHK Koblenz eine Rheinquerung am Mittelrhein besonders am Herzen liegt. Für mich steht fest: Wir brauchen eine solche Querung.“
Die Ausbildung junger Menschen ist sowohl der IHK als auch dem Wirtschaftsministerium ein wichtiges Anliegen. So appellierten beide an die Betriebe, bei der derzeit guten Konjunktur zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen. IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Jürgen Podzun: „Wir werden gegenüber der Landesregierung beim neuen Ausbildungspakt unsere bisherige Zusage verdoppeln. Für Koblenz heißt das 500 neue Ausbildungsplätze und 250 Betriebe, die erstmals ausbilden.“
Die IHK muss durch Gesetz neue öffentlich-rechtliche Aufgaben übernehmen. Dazu gehören die Einrichtung von One-Stop-Shops im Bereich der Gewerbemeldung, die Umsetzung der EU-Versicherungsvermittlerrichtlinie und der EU-Berufskraftfahrerrichtlinie, die Verpackungsverordnung und die Schaffung einheitliche Ansprechpartner nach der EU-Dienstleistungsrichtlinie.
Auch personelle Veränderungen gab es zu verkünden: So ist Rolf Beth von der Firma Stieffenhofer aus der Vollversammlung ausgeschieden. Seinen Platz nimmt nun Rainer Sollfrank von den Trasswerken Meurin in Andernach ein.
Die IHK-Vollversammlung ist das Parlament der Wirtschaft. Für eine Amtsperiode von vier Jahren setzen sich 70 Unternehmensvertreter für die Belange der regionalen Wirtschaft ein. Diese legitimierte Interessenvertretung entsteht durch demokratische Wahl der rund 84.000 IHK-zugehörigen Betriebe.
