Zeit ist reif für eine Entscheidung pro Mittelrheinbrücke, um wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung in der Welterberegion zu fördern (5.6.09)
PRESSEMITTEILUNG
„Ein solcher Brückenschlag wird mittel- bis langfristig den Austausch von Waren und Dienstleistungen fördern, die Mobilität der Arbeitskräfte erhöhen, die Verkehrsinfrastruktur verbessern und den Tourismus stärken“, betont Hans-Jürgen Podzun, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz. Diese Erkenntnis habe bereits 2004 eine Unternehmensbefragung gebracht, die die IHK bei 3.300 Unternehmen im Rhein-Hunsrück-Kreis und im Rhein-Lahn-Kreis durchgeführt habe. „Mehr als vier von fünf Unternehmen erwarteten und erwarten immer noch positive Auswirkungen einer Brücke für die wirtschaftliche Entwicklung und die Prosperität der Regionen links und rechts des Rhein insgesamt – insbesondere für den Tourismus, für Hotellerie, Gastronomie und für das UNESCO-Welterbe.“ Das Projekt Welterbe könne eben nur mit Leben gefüllt werden, wenn die Welterbe-Region sowohl für die örtliche Bevölkerung als auch für auswärtige Besucher gut erschlossen sei. Angesichts der fortschreitenden negativen Entwicklung bei Einwohnerzahlen, Immobilienpreisen, Gästeübernachtungen und Arbeitsplätzen insbesondere auf der rechten Rheinseite seien die vorhergesagten positiven Effekte der Mittelrheinbrücke heute noch wichtiger als vor fünf Jahren: „Jedes fünfte Unternehmen hatte vorhergesagt, potenziell neue Mitarbeiter einstellen zu können, und jedes achte Unternehmen wollte neue Ausbildungsplätze bereitstellen“, erinnert Podzun. Komme die Brücke, erwäge fast ein Viertel der Unternehmen, Investitionen zu erhöhen. Dass dabei eine ästhetisch anspruchsvolle Brücke außerhalb der Sichtachsen der Loreley nicht nur welterbeverträglich sein, sondern sogar das Welterbe bereichern könnte, hatte die IHK bereits 2007 mit einer Ausstellung von Brückenmodellen gezeigt.
Im letzten Jahr unterstrich die gesamte Vollversammlung der IHK Koblenz nochmals die Forderung nach einer Brücke über den Mittelrhein bei St. Goarshausen - St.Goar, indem sie sie in die Leitlinie Verkehr der IHK aufnahm. Dabei sei klar, dass ein erweiterter Fährbetrieb wegen der systemimmanenten Wartezeiten und der witterungs- und wasserstandsbedingten Unsicherheiten keine dauerhafte Alternative zur festen Rheinquerung, sondern höchstens eine Übergangslösung sein könne, so Podzun. Nach Erstellung der geforderten Gutachten und erfolgreichem Abschluss des offiziellen Architekturwettbewerbes sei es nun an der Zeit, eine Entscheidung für die Brücke und damit auch für eine positive Entwicklung der Welterberegion zu treffen.
