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VERANSTALTUNG AM 19. MAI 2011

Mobilität im ländlichen Raum - Konzepte für die Zukunft

Aufgabenträger, Kommunen und Unternehmen müssen in Zukunft enger zusammenarbeiten, wenn es um die Zukunft des ÖPNV im ländlichen Raum geht. Dies wurde deutlich auf der Veranstaltung „Mobilität im ländlichen Raum – Konzepte für die Zukunft“ in Kaisersesch, zu der die Industrie- und Handelskammern Rheinland-Pfalz und Saarland gemeinsam mit dem Verband des Verkehrsgewerbes Rheinland-Pfalz eingeladen hatten. Mehr als 70 Vertreter aus Verwaltung und Wirtschaft diskutierten hier über die Zukunft des ÖPNV im ländlichen Raum.

Für einen attraktiven und bedarfsgerechten ÖPNV der Zukunft im ländlichen Raum gibt es nicht das eine Patentrezept – für jede Region muss maßgeschneidert auf ihre individuellen Gegebenheiten ein System gefunden werden, darin waren sich die verschiedenen Referenten einig.

Ein abgestuftes Angebot aus der Kombination von klassischem Linienverkehr, angepasstem Linienverkehr, bedarfsgesteuerter Verkehre und nachgelagerter Ergänzungsverkehre wird den ÖPNV der Zukunft im ländlichen Raum prägen, dies wird aus dem Vortrag von Oliver Dümmer, Institut für Mobilität und Verkehr der TU Kaiserslautern, deutlich.

Weiterhin macht er deutlich, dass sich kein kostendeckender Verkehr im ländlichen Raum etablieren lassen wird.

Öffentlicher Personennahverkehr ist eine Aufgabe des Staates als Teil der Daseinsvorsorge. Wie viel und welcher ÖPNV in Zukunft jedoch in einer Region stattfinden wird, dies wird davon abhängen, wie viel man sich dort leisten kann und will. Dies wurde im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls deutlich.

Dort, wo sich der Einsatz von Bussen nicht mehr lohnt, muss eine alternative Bedienform gefunden werden. Diese kann Anruf-Sammel-Taxi, Rufbus, Jugendbus oder ähnlich heißen.

Allen diesen alternativen Bedienformen ist gemein, dass vor der Einrichtung eines solchen Verkehres erst einmal die genaue Analyse der Bedürfnisse und der Gegebenheiten und Gespräche mit allen lokalen Akteuren (Verwaltung, Verkehrsverbund, Verkehrsunternehmen) steht. Nur so kann vermieden werden, dass Parallelen zu bestehenden Linien aufgebaut und damit das bestehende ÖPNV-Angebot untergraben oder die Infrastruktur des örtlichen Taxi- und Mietwagenunternehmers gefährdet wird.

Seit einigen Jahren fördert das Land Rheinland Pfalz die Einrichtung alternativer Verkehrssysteme. „Wir finden es wichtig, dass das Land mit diesem Projekt die Kommunen darin unterstützen will, ein attraktives Angebot zu schaffen und den ländlichen Raum als Wohnort zu stärken“, so Axel Zickenheiner, aber eines stellt er klar: Alternative Verkehre dürfen nur eingerichtet werden zur Ergänzung des bestehenden ÖPNV und dies immer unter Einbeziehung der lokalen Verkehrsunternehmer

Die Vorträge der Veranstaltung finden Sie rechts unter Downloads.

DOKUMENT-NR. 92273

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