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Rhein-Hunsrück-Kreis
(PDF, 215 KB) (Dokument-Nr.: 2250)
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Informationen zum Kreis mit Themenauswahl (Link: http://www.infothek.statistik.rlp.de/lis/MeineRegion/selectRegion.aspx?t=1&key=07)
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Mit etwa 106.000 Einwohnern in sechs Verbandsgemeinden und der verbandsfreien Stadt Boppard gehört der Rhein-Hunsrück-Kreis zu den eher ländlich strukturierten Landkreisen in Rheinland-Pfalz. Die beiden Teilbereiche Hunsrück und Mittelrhein (linksrheinisch von Boppard bis Oberwesel) haben sich sehr unterschiedlich entwickelt.
Am Mittelrhein ist der Tourismus mit etwa 830.000 Übernachtungen jährlich der bedeutsamste Wirtschaftsfaktor. Das Welterbekomitee der UNESCO hat im Jahr 2002 die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal zwischen Bingen, Rüdesheim und Koblenz zur Welterbestätte erklärt. Deshalb setzt die Region auf diese Anerkennung und bestrebt dadurch eine effizientere Vermarktung des gesamten Mittelrheingebietes. Eine Brücke zwischen St. Goar und St. Goarshausen soll mit dazu beitragen, die Region auf beiden Flussufern weiter zu entwickeln und eine Zukunftsperspektive zu eröffnen.
Auf dem Hunsrück spielt der Tourismus eine eher untergeordnete Rolle, auch wenn es hier langfristig über das Projekt Naturpark Soonwald/Nahe Verbesserungen geben kann. Die größte arbeitsmarktpolitische Bedeutung hat das verarbeitende Gewerbe, in dem rund ein Viertel der etwa 30.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten. Dominierend sind die Metall verarbeitenden Betriebe, der Maschinenbau und die für die Region typische und traditionelle Holzindustrie, die in den letzten Jahren aber stark an Bedeutung verloren hat. Der Handel konzentriert sich auf wenige Standorte vor allem auf die Kreisstadt Simmern, in der mehr als 55.000 m² Verkaufsfläche Käufer anlocken.
Der Strukturwandel im Hunsrück wurde stark durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur gefördert, vor allem durch die A 61. Aktuell wichtigstes Projekt ist der vierspurige Ausbau der B 50 mit Hochmoselübergang, die auch den Flughafen Frankfurt-Hahn an das internationale Streckennetz gut anbindet. Der Flughafen hat sich als erfolgreichstes Konversionsvorhaben des Landes längst zur Jobmaschine entwickelt. Mehr als 2.500 Arbeitsplätze wurden dort bisher geschaffen. Hahn steht bei den deutschen Passagierflughäfen mit etwa 4,2 Millionen Fluggästen in 2007 an zehnter Stelle, bei den Frachtflughäfen an Nummer vier. Bis 2012 soll sich die Zahl der Flugpassagiere auf mindestens 8 Millionen erhöhen, die Fracht etwa 1 Millionen Tonnen betragen. Die Zahl der direkten Arbeitsplätze kann dann bis auf 10.000 steigen.
© IHK Koblenz
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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