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05.01.2012

DIHK-Umfrage: Innovationsdynamik deutscher Unternehmen bleibt hoch; Fachkräftemangel wird zum Problem

Die IHK Koblenz bietet Fortbildung zum Innovationsmanager und konkrete Förderung mit dem Weiterbildungsfonds 2012

Koblenz, den 5. Januar 2012: Die Unternehmen in Deutschland arbeiten weiter hart an ihrer Wettbewerbsfähigkeit – das geht aus dem Innovationsreport 2011 hervor, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt vorgelegt hat.

An der Umfrage beteiligten sich bundesweit rund 1.100 innovative Betriebe aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobil-, Metall- und der chemischen Industrie sowie aus Elektrotechnik und verschiedenen wissensintensiven Dienstleistungsbranchen.

Die Unternehmen hätten "zuletzt trotz konjunktureller Unsicherheiten ihr Engagement im Bereich Forschung und Innovation nochmals erhöht", berichtet DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann. "Allerdings gefährden Fachkräftemangel und Finanzierungsprobleme die bislang insgesamt positive Entwicklung", so Driftmann weiter. Deutlich mehr als jedes zweite Unternehmen melde Einschränkungen seiner Innovationsaktivitäten, weil es an Fachkräften und Forschern mangele.

Der DIHK-Präsident warnte, die Beschaffung von Fremdkapital für Innovationsprojekte werde ebenfalls schwieriger. Ein Engpass für das Jahr 2012 sei hier nicht auszuschließen. Die Politik könne aber "einiges tun, um die Finanzierungssituation der Betriebe zu verbessern", betonte Driftmann. "So sollte degressive AfA wieder eingeführt, die Unternehmensteuerreform korrigiert und der Rechtsrahmen für Beteiligungskapital verbessert werden."

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Erhebung: Die Betriebe, auch aus Rheinland-Pfalz, beurteilen die Forschungsförderung durch Bund und Länder positiv, bewerten die Maßnahmen der Europäischen Union dagegen deutlich kritischer. Auf EU-Ebene "bemängeln die Unternehmen umfangreiche Bürokratie, komplizierte und langwierige Antragsverfahren sowie ausufernde Berichtspflichten", erläuterte Driftmann.

Aus dem Report selbst geht auch hervor, dass innerbetriebliches Innovationsmanagement zu selten implementiert wird. Dabei ist Innovationsmanagement für die langfristige Positionierung eines Unternehmens von großer Bedeutung. Insgesamt haben knapp 72 Prozent der Unternehmen Prozesse in diesem Bereich implementiert. Davon verfügen allerdings 43 Prozent nur über Ansätze im Innovationsmanagement. Jochen Kortmann, Geschäftsführer der Koblenzer Steuerungs- und Verteilungsbau GmbH und Mitglied im DIHK-Ausschuss Industrie und Forschung hebt hervor: „Gerade kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fehlt nicht selten die strukturelle Verankerung der Innovationskultur im Unternehmen. Hier geben rund 73 Prozent an, diese nicht oder nur ansatzweise etabliert zu haben.“

Die IHK Koblenz bietet praxisorientierte Qualifizierungen für das Innovationsmanagement in den Firmen an. „In Betrieben, die ihre Mitarbeiter in dieser Schlüsselkompetenz weiterqualifiziert haben, zeigt das Engagement schnell positive Wirkung und führt regelmäßig zu Vorteilen im Wettbewerb“, so Kortmann weiter.

Auch 2012 unterstützt die IHK Koblenz mit dem IHK-Weiterbildungsfonds ihre Mitgliedsunternehmen unmittelbar mit bis zu 1.000 Euro Förderung für berufliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Sie finden den kompletten DIHK-Innovationsreport 2011 unter Dokumenten-Nr. 106111 .

DOKUMENT-NR. 106144

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