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03.02.2012

Konjunktur-Winterumfrage der IHK Koblenz

PRESSEMITTEILUNG

Auch zum Jahreswechsel 2011/2012 zeigt sich die  Wirtschaft im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz in einer ausgesprochen positiven Verfassung. Aktuell bewerten 47 Prozent aller Unternehmen ihre Geschäftslage als gut, weitere 41 Prozent schätzen ihre aktuelle Situation als befriedigend ein. Damit bestätigen sich die Vorhersagen der IHK Koblenz aus dem Herbst des vergangenen Jahres zur weiteren Entwicklung der Wirtschaftstätigkeit in der Region.

Hinsichtlich der Zukunftserwartungen für die kommenden zwölf Monate zeigt sich im nördlichen Rheinland-Pfalz eine leichte Entspannung der eher skeptischen Einschätzung aus dem Herbst 2011. Die Zurückhaltung der Unternehmer bei der Beurteilung der Geschäftsperspektiven für die kommenden Monate ist aber weiterhin spürbar. Maßgeblich hierfür bleibt die anhaltende Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Schuldenkrise im Euro-Raum und über den Umfang ihrer möglichen Rückwirkung in die Realwirtschaft. Gleichwohl gehen aktuell immer noch 79 Prozent der Unternehmen von gleichbleibend guten oder sogar noch besser werdenden Geschäften in den kommenden zwölf Monaten aus.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse der repräsentativen Winter-Konjunkturumfrage unter 2.000 Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer Koblenz, die IHK-Präsident Manfred Sattler, IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel sowie IHK-Volkswirt Robert Lippmann heute vorstellten.

IHK-Konjunkturklima bleibt auf hohem Niveau

Vor dem Hintergrund aktuell guter Geschäfte und verhaltener, aber nicht pessimistischer Zukunftsaussichten bleibt das Konjunkturklima im IHK-Bezirk Koblenz gegenüber dem Herbst 2011 nahezu unverändert und mit aktuell 116 Punkten (Vorumfrage: 115 Punkte) weiterhin deutlich im expansiven Bereich.

„Wie schon im Herbst letzten Jahres rechnen wir auch diesmal damit, dass sich die positive konjunkturelle Entwicklung unserer Region in den kommenden Monaten weiter fortsetzt. Dass die Dynamik dabei niedriger als noch 2011 ausfällt und dass die Unternehmen eher vorsichtig agieren, ist kein Grund zur Besorgnis. Beides spricht dafür, dass wir hier eine stabile, positive Wirtschaftsentwicklung haben und keine konjunkturelle Überhitzung, die kurzfristig in sich zusammenfällt“, so Sattler.

Untermauert wird diese positive Einschätzung durch die Unternehmen selbst: 80 bzw. 86 Prozent von ihnen planen trotz der bestehenden Unsicherheiten, ihr Investitions- und Beschäftigungsniveau im neuen Jahr mindestens auf dem aktuellen Level zu halten.

Unternehmen haben Risiken weiter im Blick

Zur Sorge der Unternehmen um die weitere Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes erläuterte Rössel: „Die Unternehmen sind trotz der guten Ausgangslage nicht blauäugig. Sie sehen sowohl die Risiken, die unverändert in der Euro- und Schuldenkrise lauern, als auch die Herausforderungen, die sich aus der Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise ergeben – und sie planen diese so weit wie möglich in ihre unternehmerischen Entscheidungen ein.“

Politische Weichenstellungen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit notwendig

Während sich die Unternehmen mittlerweile durch eine hohe Sensibilität gegenüber den anstehenden Herausforderungen und möglichen Risiken für ihre Geschäftsentwicklung auszeichnen, läuft die Politik Gefahr, die richtige Prioritätensetzung bei der Gestaltung der wirtschaftspolitischen Rahmen­bedingungen aus den Augen zu verlieren. „Mit Blick auf die Äußerungen und kon­kreten Aktivitäten der Politik treibt uns die Sorge um, dass sich die politisch Verantwortlichen auf Krisenmanagement, Einnahme­verbesserung und Regulierung konzentrieren anstatt den Blick auf langfristig notwendige Maßnahmen zum Erhalt und zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes zu richten“, fasst Sattler die Problemlage zusammen. Tatsächlich sehen fast 50 Prozent der Unternehmen die weitere Entwicklung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als mögliches Geschäftsrisiko.

Die komplette Studie (DINA 4, 13 Seiten) kann bei der IHK Koblenz, Telefon 0261 106-269 (Roswitha Schulz), angefordert werden. Eine Download-Version steht unter der Dokumentennummer 2403 zum Herunterladen bereit.

DOKUMENT-NR. 106590

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