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DISKUSSION IN GROSSER RUNDE ÜBER DIE ZUKUNFT IM MITTELRHEINTAL

Zukunft im Mittelrheintal: IHK lud Akteure an einen Tisch (13.10.11)

PRESSEMITTEILUNG

Koblenz, den 13. Oktober 2011: Viele Akteure rund um das Mittelrheintal trafen sich kürzlich auf Einladung der IHK Koblenz, um in großer Runde gemeinsam über die Zukunft im Mittelrheintal zu diskutieren: IHK-Präsident Manfred Sattler, Vizepräsidentin Hildegard Kaefer und der stv. Hauptgeschäftsführer Dr. Edelbert Dold begrüßten die Landräte des Rhein-Hunsrück- und Rhein-Lahn-Kreises, Bertram Fleck und Günter Kern, Vertreter der Bürgerinitiativen „Rheinpassagen“ und „ProBrücke e.V.“ sowie den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Koblenz, Alexander Baden.

„Die IHK Koblenz hat zu diesem Gespräch eingeladen, weil wir festgestellt haben, dass sich viele Akteure, die sich für die Weiterentwicklung des Mittelrheintals einsetzen, nicht wirklich kennen. Das wollen wir ändern“, erläutert Sattler. „Wir haben alle das gleiche Anliegen, nämlich ein zukunftsfähiges Mittelrheintal, das ein attraktiver Arbeits- und Wohnort ist“, ergänzt Kaefer.

In den nächsten Wochen will die Landesregierung mit den Gesprächen zum „Masterplan für das Obere Mittelrheintal“ beginnen. „Wichtig ist daher aus unserer Sicht, sich kennenzulernen und sich bereits jetzt gemeinsam Gedanken über die möglichen Inhalte des Masterplans zu machen“, so Dold.

Über viele Aspekte zur Weiterentwicklung des Mittelrheintals wurde in den Räumen der IHK angeregt diskutiert. Im Vordergrund standen die Mobilität und die Attraktivität des Tals als Wohn- und Arbeitsort sowie als Wirtschaftsstandort. Die Mobilität im Tal müsse schnell und wesentlich verbessert werden, darin waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig. So müsse der Ausbau der Fährverbindungen, der im Koalitionsvertrag explizit vereinbart wurde, schnellstmöglich realisiert werden. Den Worten der neuen Landesregierung müssten nun endlich Taten folgen. Keinen Zweifel ließen die Landräte, IHK und HWK sowie die Vertreter der Bürgerinitiative ProBrücke e.V. daran, dass aus ihrer Sicht langfristig nur eine Brücke für eine bessere Mobilität und Lebensqualität im Mittelrheintal sorgen kann. Das gelte auch und insbesondere mit Blick auf die Lösung der Problematik des Bahnlärms. Schließlich soll die Region als Lebensraum, Urlaubsziel und Wirtschaftsstandort in Zukunft attraktiv sein.

Konsens herrschte bei allen Interessenvertretern auch darüber, dass neue Arbeitsplätze im Tal geschaffen und bestehende gesichert werden müssen. Dies sei dringende Voraussetzung, um die weitere Abwanderung der Bewohner und drohende Entvölkerung ganzer Ortsteile aufzuhalten. Dazu müsse die Politik unbedingt Perspektiven für die Menschen und die Unternehmen in der Region aufzeigen – trotz knapper Kassen.

„Natürlich sind wir nicht in allen Dingen einer Meinung, jeder wird seine eigenen Wünsche und Vorstellungen zum Masterplan an Frau Ministerin Lemke übermitteln. Aber eines wurde nach meinen Eindruck in diesem Gespräch ganz klar: Wir alle wollen die Entwicklung des Tals vorantreiben und dabei verbindet uns mehr, als uns trennt“, so Sattlers Fazit.

DOKUMENT-NR. 105149

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