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Umfrage: Beschäftigung Geringqualifizierter in Deutschland
(PDF, 477 KB) (Dokument-Nr.: 3491) -
Geringqualifizierte: Thesenpapier des DIHK
(PDF, 26 KB) (Dokument-Nr.: 3492)
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Geringqualifizierte sind die größte Problemgruppe am Arbeitsmarkt: Fast 40 Prozent der Arbeitslosen sind ohne abgeschlossene Berufsausbildung, in Westdeutschland sogar annähernd die Hälfte. Die Arbeitslosenquote Geringqualifizierter liegt in Ostdeutschland bei 50 Prozent. Ein Ziel muss daher sein, in Deutschland endlich Strukturen zu schaffen, die vor allem diesen Personen wieder Chancen auf einen Einstieg in den Arbeitsmarkt eröffnen.
Eine Umfrage der IHK-Organisation ergab: Unternehmen sehen großen Handlungsbedarf, die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung Geringqualifizierter zu verbessern: Mehr als Dreiviertel der Betriebe nennen wenigstens ein Hindernis, das einer Schaffung von Arbeitsplätzen für Geringqualifizierte im Inland entgegensteht. Als größter Hemmschuh erweisen sich dabei die vergleichsweise hohen Arbeitskosten am Standort Deutschland: Fast 40 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Arbeitskosten für Einfacharbeiten zu hoch seien, so dass die Schaffung von Arbeitsplätzen für Geringqualifizierte deshalb unterbleibe.
Mit Konzepten, die in erster Linie auf finanzielle Anreize für die Betroffenen setzen, wie zum Beispiel Kombilohnmodellen, Lohnsubventionen oder großzügigen Hinzuverdienstregelungen, ist der hohen Arbeitslosigkeit Geringqualifizierter nach Auffassung der IHKs jedoch nicht beizukommen. Denn eine breite Subventionierung geringfügig entlohnter Tätigkeiten auf ein Niveau deutlich über Alg II ist fiskalisch kaum zu schultern.
Die IHK-Organisation plädiert vielmehr für einen Perspektivwechsel, der die Eigenverantwortung des Einzelnen stärker betont, die Anreize zur Beschäftigungsaufnahme vergrößert und damit den Einstieg Geringqualifizierter in den Arbeitsmarkt erleichtert.
© IHK Koblenz
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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