Pressemitteilung

AHK World Business Outlook: Heimische Wirtschaft trotzt Herausforderungen auf Auslandsmärkten

Koblenz, 22. Dezember 2016: Die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft bleiben verhalten – das geht aus einer aktuellen Umfrage der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) hervor. „Angesichts der weltweiten Krisenherde und unsicherer politischer Perspektiven in vielen, auch großen Absatzmärkten bewegt sich die Weltwirtschaft absehbar auf einem flachen Wachstumspfad“, so Robert Lippmann, Geschäftsführer International der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz. „In diesem schwierigen Umfeld halten sich die Unternehmen sowohl mit Investitionen als auch beim Beschäftigungsaufbau im Ausland derzeit etwas zurück.“ Für den „AHK World Business Outlook" wurden die Mitgliedsunternehmen der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) zur Lage und zu den Geschäftserwartungen in aller Welt befragt.
Stabile Wachstumserwartungen in einigen Teilen Europas können die schwache globale Investitionstätigkeit und Rückschläge durch politische Instabilität gegenwärtig nicht auffangen. Zudem bremsen vielerorts drückende Schulden oder Einnahmeeinbußen infolge der lange Zeit niedrigen Ölpreise die staatliche Nachfrage insbesondere in Schwellenländern. Zumindest geben einzelne von Rezessionen geplagte Länder, wie zum Beispiel Russland und Brasilien, Hoffnung auf eine Stabilisierung ihrer Wirtschaft in den kommenden Monaten.
Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind deutsche Unternehmen international jedoch weiterhin vergleichsweise erfolgreich unterwegs. Sowohl die aktuelle Lage mit plus 37 Saldopunkten als auch die Aussichten für die kommenden Monate werden mit einem Saldo von 38 Punkten überwiegend positiv beurteilt. „Allen Widrigkeiten zum Trotz: Die heimische Wirtschaft behauptet sich gegenwärtig gut auf den Weltmärkten“, so Lippmann.
Die rheinland-pfälzische Wirtschaft führt jedes Jahr Waren im Wert von mehr als 51 Milliarden Euro aus und ist mit einer Exportquote von rund 56 Prozent auch im Bundesvergleich überdurchschnittlich außenwirtschaftsaktiv. Die wichtigsten Handelspartner außerhalb der EU sind gegenwärtig die USA und China.