Pressemitteilung

Konjunkturumfrage Frühjahr IHK-Arbeitsgemeinschaft RLP

19. Mai 2017. Trotz anhaltender wirtschaftspolitischer Risiken zeigt die rheinland-pfälzische Wirtschaft auch im Frühsommer 2017 ein erfreuliches Stimmungsbild. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) hervor. Sowohl die vom robusten Arbeitsmarkt gestützte Binnennachfrage als auch die anziehenden Investitionen wirken dabei als Konjunkturstütze.
Der Bericht basiert auf den Antworten von mehr als 1.000 Betrieben, die in Bezug auf Branche, Größe und Standort einen repräsentativen Querschnitt der Wirtschaft in Rheinland-Pfalz darstellen. 
Der sogenannte IHK-Konjunkturklimaindikator, der Lagebeurteilung und Erwartungshaltung der Unternehmen zusammenfasst, liegt aktuell bei 122 Punkten, nach 124 Punkten zum Jahresbeginn. Trotz der kleinen Korrektur zeigt der Indikator damit erneut eine konjunkturelle Boom-Situation an.
Aus Sicht der IHKs erfreulich ist die erneut höhere Investitionsneigung der Unternehmen. Jeweils rund 30 Prozent der Befragten wollen branchenübergreifend in die Ausweitung ihrer Produktionskapazitäten und in die Umsetzung von Produktinnovationen investieren. Auch die Beschäftigungsabsichten legen gegenüber der Vorumfrage nochmals zu.
„Angesichts der erfreulichen Investitions- und Beschäftigungsabsichten rechnen wir auch für den Rest des Jahres mit einer stabilen konjunkturellen Entwicklung im Land“, sagt Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.
„Die positive Stimmungslage unserer Wirtschaft steht auf den ersten Blick im Gegensatz zu der Vielzahl an wirtschafts- und geopolitischen Risiken, mit denen sich die Unternehmen heute beschäftigten müssen“, erläutert Rössel. Tatsächlich sähen die Firmen zuletzt weniger Risiken, mittelfristig bestünden mit dem Fachkräftemangel, der Entwicklung der Faktorpreise für Arbeit, Rohstoffe und Energie sowie den allgemeinen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen aber durchaus Stolpersteine für die wirtschaftliche Entwicklung.
„Von Seiten der Politik muss die aktuelle konjunkturelle Situation genutzt werden, um langfristig sinnvolle Investitionen zu tätigen und die Situation der öffentlichen Haushalte zu verbessern. Nur so entstehen Spielräume, um in schwierigen Zeiten konjunkturelle Impulse setzen zu können“, fordert Rössel.